Freitag, 5. Januar 2018

Rezension: Winterzauber in Paris von Mandy Baggot

Titel: Winterzauber in Paris
Originaltitel: One Christmas in Paris
Autor: Mandy Baggot
Verlag: Goldmann - Verlag
Seitenanzahl: 480 Seiten
Preis: 10,00 €
ISBN: 978-3-442-48706-6 


 
Handlung:
Die Weihnachtszeit steht bevor und Ava´s Beziehung geht in die Brüche. Und als ob das Beziehungsende nicht schon schlimm genug ist, will Ava´s Mutter sie für einen Detoxurlaub begeistern, damit sie für einen von ihr arrangierten Modeljob bestens vorbereitet ist. Kurzherhand packt Ava ihre Koffer und reist zusammen mit ihrer besten Freundin nach Paris, in die Stadt der Liebe. Beide sind sofort angetan von dem Charme der Stadt und genießen die Zeit. Und schon kurze Zeit nach der Ankunft lernt Ava den Fotografen Julian kennen. Anfangs findet sie es nur angenehm, mit ihm über die Fotografie und über Bilder zu diskutieren, doch schon bald teilen sie einander Erlebnisse aus der Vergangenheit an. Nun befindet sich Ava etwas in der Zwickmühle, da sie der Liebe eigentlich abgeschworen hatte...


Meinung:
Nachdem ich letztes Jahr um die Weihnachtszeit „Winterzauber in Manhattan“ gelesen hatte, war ich schon sehr gespannt auf dieses Buch. Und auch wenn die Weihnachtszeit schon längst vorbei ist, war es mir ein großes Vergnügen, das Buch zu lesen.


Von der ersten Seite an ist mir wieder der sehr entspannte und lockere Schreibstil aufgefallen. Dies hat sich über das ganze Buch erstreckt und hat mir ein unglaubliches leichtes Lesen ermöglicht. Außerdem hat diese Tatsache natürlich auch dazu beigetragen, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte.
Viele Dinge wurden wunderbar beschrieben und es gab Dialoge, die ich mir teilweise doppelt durchgelesen habe, weil sie mir gefallen haben und manchmal auch sehr poetisch wirkten.


Das Buch ist in 71 Kapitel eingeteilt und hat auch noch einen kleinen, sehr niedlich geschriebenen Epilog. Dabei sind die Kapitel immer in recht kleine Abschnitte eingeteilt worden, von teilweise nicht einmal 10 Seiten. Eine Tatsache, die mir gut gefallen hat, weil man auch etwas lesen konnte, wenn man mal nicht so viel Zeit hatte. Außerdem hat die Einteilung dazu beigetragen, dass ich mir immer gedacht habe, dass ich noch ein Kapitel lesen werde und meistens ist es nicht nur bei einem Kapitel geblieben.


Von den Weihnachtsbüchern, die ich diese Saison gelesen habe, ist dieses auf jeden Fall ein Highlight für mich, neben dem „Weihnachtswald“ von Angelika Schwarzhuber. Die Weihnachtszeit wurde einfach unglaublich schön und harmonisch beschrieben, mehrmals habe ich mich beim Lesen gefühlt, als würde Weihnachten kurz vor der Tür stehen, so sehr hat mich das Buch mitgenommen. Dies zu vermitteln fehlt mir bei vielen Büchern, Mandy Baggot ist es jedoch hervorragend gelungen.


Die Protagonisten waren sehr liebevoll gezeichnet und viele Handlungen wirkten sehr natürlich. Dadurch entstand eine Lebendigkeit, die mir gefallen hat und das Buch abgerundet hat. Dabei waren sich die Charaktere nicht sofort sympathisch und mussten alle ihr Päckchen tragen, was auch teilweise zu kleinen Konflikten untereinander geführt hat. Dies hat der Natürlichkeit keinen Abbruch getan und außerdem gezeigt, dass man manche Erlebnisse überwinden muss, egal wie schmerzhaft dies auch sein mag.
Mir waren alle Protagonisten auch direkt sympathisch und besonders großen Spaß hat es mir bereitet, mit ihnen in Gedanken durch Paris zu gehen. Die Beschreibung der Stadt war wunderschön, viele Örtlichkeiten, die angesprochen wurden, habe ich gegoogelt, damit ich genau weiß, was gerade beschrieben wird. Außerdem wurde dadurch mein Wunsch vergrößert, selbst endlich einmal nach Paris zu reisen und die Stadt endlich mit eigenen Augen zu sehen. Bevorzugt im Winter.


Fazit:
Meine hohen Erwartungen an das Buch haben sich mehr als erfüllt. Ich konnte nicht nur eine wunderschöne, weihnachtliche Geschichte lesen, sondern habe mich auch in das beschriebene Paris verliebt. Eine Geschichte, die ich jedem weiterempfehlen kann und die teilweise auch etwas märchenhaft anmutet.


Bewertung: 5 von 5 Sternen


Dienstag, 2. Januar 2018

Rezension: "Weihnachten in der kleinen Bäckerei am Strandweg" von Jenny Colgan


Titel: Weihnachten in der kleinen Bäckerei am Strandweg
Originaltitel: Christmas at Little Beach Street Bakery
Autor: Jenny Colgan
Verlag: Piper
Seitenzahl: 368 Seiten
Preis: 10,00  €
ISBN: 978-3-492-31153-3




Handlung:
Auch in dem kleinen Örtchen Mount Polbearne ist der Winter angekommen und Weihnachten steht vor der Tür. Polly steckt so in der Arbeit, dass sie erst nicht bemerkt, dass schon der 1.Dezember ist und somit der Countdown für das Weihnachtsfest beginnt. Ihr großes Ziel ist es nun, das Fest mit ihren Liebsten in vollkommener Ruhe zu verbringen, wo sie nichts tun muss und den ganzen Tag mal nicht arbeiten muss. Jedoch ist dies natürlich immer einfach gesagt. Urplötzlich muss sich Polly von einigen Problemen und Missverständnissen auseinandersetzen. Ihre beste Freundin Kerensa eröffnet der Bäckerin ein Geheimnis, welches große und schwerwiegende Folgen haben kann. Und auch in der Beziehung mit Huckle gibt es kleine Krisen zu überwinden. Wird es Polly letztendlich gelingen, ein schönes Weihnachtsfest mit ihren Liebsten zu verbringen?


Meinung:
Auf den dritten Teil der Trilogie war ich sehr gespannt, nicht nur auf die winterlichen Beschreibungen der kleinen Insel, sondern auch, ob mich dieser Teil wieder mehr überzeugen kann, als der zweite. Leider muss ich sagen, dass meine Erwartungen nicht erfüllt wurden. Das Buch war sehr nett und leicht zu lesen, jedoch wirkte es auf mich etwas schlaff und ich hatte das Gefühl, als wäre die Luft aus der Geschichte rund um Polly, Huckle und Neil raus.


Ich hatte mich sehr auf einen winterlichen Roman gefreut, in dem eine weihnachtliche Grundstimmung herrscht und der auch bei dem Leser eine winterliche Stimmung verbreitet. Dies wurde leider in keinster Weise erfüllt. Es gab immer mal wieder Hinweise auf die Jahreszeit oder auf weihnachtliche Dekoration, diese waren jedoch recht sporatisch und wirkten recht lieblos. Es hat also den Anschein, dass der Begriff der „Weihnacht“ nur in den Titel genommen wurde, damit dem Leser eine neue Jahreszeit geboten wird, nachdem die anderen beiden Teile der Reihe zu sommerlichen Temperaturen stattgefunden haben. Ansonsten hatte die Einbindung der neuen Jahreszeit scheinbar keinen wirklichen Grund und dies hat mich sehr enttäuscht.


Komischerweise war ich diesmal auch von der Schreibweise nicht wirklich begeistert. Das Buch ließ sich zwar sehr flüssig und fix lesen, jedoch fand ich diesmal einige Sätze recht verworren und kastig. Das ist mir von den anderen Teilen so nicht in Erinnerung geblieben und hat mich sehr überrascht. Leider hat sich dies nicht nur auf Beschreibungen, sondern auch auf Dialoge erstreckt. Diese wirkten auf mich teilweise recht unrealistisch und ich konnte mir nur schwer vorstellen, dass ein Mensch wirklich so auf bestimmte Neuigkeiten reagieren würde.


Sehr gut gefallen hat mir, dass aufgezeigt wurde, dass jeder Mensch sein Päckchen zu tragen hat und niemand frei von Sorgen ist. In Romanen wird dies natürlich häufig recht überspitzt dargestellt, um mehr Spannung in die Handlung zu bekommen, jedoch sind die Probleme der Menschen im Roman sehr realistisch und einige können auch wirklich in dieser Verbindung auftreten. Dieser recht realistische Aspekt hat bei mir einen positiven Eindruck hinterlassen.


Schon im ersten und zweiten Teil hatte ich ein paar Probleme mit fast allen Charaktern, was sich auch auf diesen Teil erstreckt hat. Daran war ich jedoch schon gewohnt, weshalb dies nicht als negativer Aspekt in die Bewertung des Buches einfließt. Jedoch will ich trotzdem ein paar Worte dazu hinterlassen. Schon von ihrem Auftreten finde ich es schwierig, die Charaktere einzuschätzen. Sie wirken für mich alle recht stereotyp und es scheint keine Entwicklung stattzufinden. Sie erleben zwar krasse Situationen oder stehen vor schwerwiegenden Entscheidungen, jedoch scheinen sie im Verlauf der Handlung nur älter geworden zu sein und nicht reifer oder haben etwas dazugelernt.
Positiv fand ich hierbei, dass es immer wiederkehrende Charaktere gab, die man schon vom ersten Teil kennt und welche immer wieder einen kleinen Auftritt haben. Dadurch hatte ich beim Lesen direkt wieder ein vertrautes Gefühl und mir sind die Zusammenhänge eingefallen, in denen sie im ersten Teil aufgetreten sind.


Fazit:
Auch wenn ich dem Buch so gerne eine bessere Bewerung gegeben hätte, ist es mir leider nicht möglich. Es ist eine nette Unterhaltung für nebenbei, man muss nicht unglaublich konzentriert lesen, um ja nichts zu verpassen. Jedoch hat mich das Buch leider nicht mitgerissen und konnte mich noch weniger überzeugen, als die Vorgängerbände.



Bewertung: 3,5 von 5 Sternen