Montag, 20. März 2017

Studienzeit = schönste Zeit?

Studienzeit = schönste Zeit? Nicht für mich!
Vor dem Studium habe ich mich unglaublich auf die Zeit nach der Schule gefreut. Ich habe mich darauf gefreut, woanders zu wohnen, neues zu entdecken und besonders darauf, endlich nur noch das zu lernen, was mir Spaß macht. Ob mir mein Studium Spaß macht? Mal ja, mal nein. Kommt immer darauf an, was gerade passiert und wie die Dinge sich entwickeln.
Ich habe mir die Studienzeit als unglaublich toll und entspannend vorgestellt. Endlich nur noch das machen, was mich wirklich interessiert und was mir Freunde macht. Pustekuchen. Für mich ist die Studienzeit eine schlimme und unangenehme Zeit. Eine Zeit, an die ich nur ungern zurück denken werde. Gleichzeitig kann ich später mir Freude auf mein Studium zurückblicken, weil ich es endlich hinter mir haben werde. Darauf freue ich mich wirklich. Die Studienzeit werde ich definitiv nicht vermissen. Ich freue mich schon so sehr darauf, wenn ich meinen Bachelorabschluss in der Tasche habe und meiner jetzigen Uni den Rücken zuwenden kann.
Ob ich den Master machen will? Keine Ahnung. An meiner jetzigen Uni definitiv nicht. Ich bin mit der Wahl meiner Uni sehr unzufrieden. Für mich klangen damals die Studiengänge interessant und die Stadt hat mich gereizt. Von der Uni selbst wusste ich absolut nichts. Hatte mir keine Meinungen durchgelesen oder mich anders informiert. Die Stadt ist zwar wunderschön, auch der Campus ist ganz nett hergerichtet. Aber das war es auch schon. Mir missfällt einfach viel zu viel an meiner Uni. Bei Fragen kann mir niemand wirklich weiterhelfen, man wird immer an eine andere Person verwiesen. Eh man dann eine Lösung für das Problem hat, sind gefühlt Jahre vergangen. Außerdem sind die Anforderungen sehr hoch, meiner Meinung nach viel zu hoch. Neben meinen normalen Studiengängen, muss ich noch ein kleines Extrastudium machen und Sprachkurse. Freizeit? Nope!
An sich sind meine Studiengänge relativ okay. Ich habe mir zwar viel mehr davon versprochen und bin nun dementsprechend enttäuscht.
Was mich an meiner Uni noch sehr stört, ist die Internetseite. Eine wahre Katastrophe. Wenn man dort was sucht, ist man aufgeschmissen. Das wichtige steht entweder gar nicht drauf, oder ganz versteckt. Den ganzen Humbug, den keiner braucht, findet man sofort.
In meiner gesamten Studienzeit hatte ich schon so viele Phasen, in denen ich am liebsten aufgegeben hätte. Und lieber eine Ausbildung begonnen hätte. Oder ein Studium in einer anderen Stadt.Weil mich einiges überfordert, ich mit vielem nicht klarkomme und viele Dinge am Anfang vollkommen anders dargestellt und erklärt wurden.
Warum ich mein Studium nicht einfach hinschmeiße und etwas anderes beginne? Das ist nicht meine Art. Das käme für mich einer Niederlage gleich. Und ich kenne einige Personen aus meinem Verwandten- und Freundeskreis, die mir dieses `Debakel` gönnen würden und sich mit Freude ihr Maul darüber zerreißen würden. Deshalb will ich nicht aufgeben. Weil ich das irgendwie schaffe, wie ich schon so andere unangenehme Dinge geschafft habe. Wieso auch nicht dieses lächerliche Studium?

Mittwoch, 12. Oktober 2016

Heimweh mit 19 Jahren

Ich bin 19 Jahre alt. Um genau zu sein: 19 ¼ Jahre alt. Ich studiere seit mittlerweile genau einem Jahr. Müsste also dementsprechend daran gewöhnt sein. Daran gewöhnt sein, nicht mehr das ganze Jahr bei meinen Eltern zu leben. Sie nicht mehr jeden Tag zu sehen. Tja, so ist das nur leider nicht.

Als ich in der zwölften Klasse war und mir Gedanken um meine Zukunft gemacht habe, habe ich ihr strahlend entgegengeblickt. Ich war aufgeregt, allein zu wohnen und etwas neues zu erleben. Ich wollte frei sein, unabhängig. Doch trotzdem wollte ich immer in der Nähe meiner Heimat bleiben. Meine Wahl fiel auf eine Stadt, die rund 1 ½ Stunden von meiner Heimat entfernt ist. (Btw: mit schnellen Autos schafft man die Strecke auch in einer Stunde...). Ich hatte mir alles so strahlend ausgemalt. Und ich wollte nicht jedes Wochenende wieder heim fahren. Es hat sich jedoch anders entwickelt. Je näher die Studieneinführungstage rückten, desto ängstlicher wurde ich. Desto aufgeregter. Und trauriger. Ich hatte das Gefühl, nicht richtig die letzten 18 Jahre genossen zu haben. Die Zeit mit der Familie, mit Freunden. Die Treffen und Abende miteinander. Die Schule. Ja, auch die Schule habe ich eine sehr lange Zeit vermisst. Als wäre mein Leben seitdem in Sekunden verflogen. Der Tag, an dem ich das erste Mal alleine nach Erfurt gefahren bin, war einer der schlimmsten in meinem Leben. Den Vormittag über war ich noch stark und konnte die Tränen zurückhalten. Doch als ich losgelaufen bin, um mein Auto aus meiner Garage zu holen (ungefähr 30 Minuten Fußweg), war es mit mir vorbei, ich hätte mich auf den Boden werfen können. Wie so ein kleines Kind, welches etwas bestimmtes will, es aber nicht bekommt. Nur wollte ich in meinem Fall nicht wegfahren. Die ganze Fahrt über war ich am Ende. Als ich angekommen bin, war ich das erste Mal ganz alleine in der Wohnung. Ohne meine Eltern und meine Mitbewohnerin. Ich konnte das alles nicht fassen. Wie schnell ist die Zeit seit meinem Abi vergangen? (Ein typischer Satz, den meine Oma mütterlicherseits gerne sagt.) Eigentlich hätte ich meine Sachen auspacken müssen. Eigentlich.... In Wirklichkeit saß ich da und hab geheult. Inmitten meiner ganzen Taschen voll mit Klamotten und anderen diversen Dingen.
Als wir unseren Plan für die Einführungstage bekommen haben, habe ich sofort nachgeschaut, wann ich wieder heim fahren konnte. Ich war immer froh, wenn ich mit den paar Leuten zusammen war. Mit einigen hatte ich zwar kein Wort gewechselt, aber ich war in Gesellschaft und habe mein, nennen wir es mal „Heimweh“, vergessen. Ich konnte den anderen zuhören, oder mich selbst mit ein paar Leuten unterhalten und die Zeit verging wie im Flug. Sobald ich wieder in der Wohnung war, war ich sehr unglücklich. Ich habe mich einsam gefühlt. War glücklich, wenn es abends wurde, weil ich schlafen gehen konnte und wieder einen Tag geschafft hatte. Als wir unseren Stundenplan für das erste Semester zusammengestellt haben, habe ich nur teilweise auf die Titel und den Inhalt geachtet. Ich habe tatsächlich darauf geschaut, dass ich nicht von Montag Vormittag bis Freitag früh in der Stadt bleiben musste. Wurde aber so....
Knapp zwei Wochen nach Studienbeginn wurde ich krank. Als es nach mehr als einer Woche nicht besser wurde, ging ich zum Arzt. Der Arzt schrieb mich eine Woche krank. Ich habe mich so gefreut, eine ganze Woche wieder zu Hause zu sein. Doch auch diese Woche verging sehr schnell. Ich habe ab und an die Chance genutzt, einen oder zwei Tage eher heim zu fahren und die zwei Veranstaltungen ausfallen zu lassen (Keine Anwesenheitspflicht, jej^^) Doch irgendwann habe ich mich daran gewöhnt. Daran gewöhnt, jede Woche in die andere Stadt zu fahren. Und am Freitag früh wieder zu meinen Eltern. Mit der Zeit war es mir sogar vollkommen egal.
Nach Weihnachten und Silvester, nach zwei Wochen durchgängig zu Hause, fiel es mir schon wieder deutlich schwerer, wieder zu fahren. Jedoch war es nicht mehr so schlimm, wie am Anfang. Den Großteil meiner ersten Semesterferien verbrachte ich in meiner Heimatstadt. Ich war auch ab und an in meiner Wohnung, jedoch immer nur zwei-drei Tage um zu schauen, dass alles in Ordnung ist.
Als ich mir meinen neuen Stundenplan für das zweite Semester rausgesucht habe, habe ich wieder versucht, eher nach Hause zu fahren. Anfangs war es wieder sehr schwer für mich, jedoch hat sich das diesmal sehr schnell gelegt gehabt, weil ich mich teilweise auf die Uni gefreut habe. Auf die Menschen. Und auch auf einige Veranstaltungen. Auch in dem zweiten Semester wurde ich krank. Wieder hat mich mein Arzt krank geschrieben. Doch diesmal habe ich irgendwie damit gehadert, eine Woche krank zu machen. Am Ende blieb ich lediglich zwei von den drei vorgeschriebenen Tagen bei meinen Eltern. Meine zweiten Semesterferien verbrachte ich ungefähr gleich in beiden Städten. Und bis gestern, 09.10.2016, war es mir auch vollkommen egal, dass das Semester bald anfängt. Doch als ich begann, meine Tasche zu packen und einiges zusammen zu suchen, wurde mir schlecht. Als wäre das ein Startschuss gewesen. Nun soll es also wieder losgehen. Den Gedanken an mein Studium und den Beginn des Semesters habe ich so gut wie möglich den restlichen Sonntag verdrängt. Doch so gut ich den Gedanken tagsüber vergessen konnte, so kam er nachts wieder, in meinen Träumen.
Als ich am nächsten Tag, heute: 10.10.2016, in Erfurt ankam und auf meine Tasche mit meinen Sachen geblickt habe, schossen mir Tränen in die Augen. Mir kamen Erinnerungen an die Semesterferien, an schöne Momente und Ausflüge. An den Urlaub mit meiner Familie. Und es war um mich geschehen. Ich konnte in diesem Moment nicht verstehen, dass das alles wieder vorbei sein sollte.
Ich bewundere all die Studenten, die sich mit dieser Umstellung nicht so schwer tun. Die es einfach akzeptieren und fertig ist es. Eines weiß ich: Ich werde nie dazu gehören!

Nachtrag: Der Text wurde am 10.10.2016 geschrieben!

Montag, 26. September 2016

Wahre Freunde...

Neulich kam mir eine sehr interessante Frage in den Sinn. Ich habe mich gefragt, ob ich manche Menschen gerne noch einmal neu kennenlernen möchte. Eine Frage, die ich nach sehr kurzem nachdenken mit einem ja beantworten konnte. Ja, ich möchte Personen, die ich in meinem Leben getroffen habe, noch einmal neu kennenlernen. Ich möchte auch manche Freunde neu kennenlernen. Um herauszufinden, ob ich immer noch ihre Art und ihren Charakter schätze. So schätze, wie damals, bei unserem kennenlernen. Ob ich diese Dinge an ihnen immer noch mag und sie mir deshalb wichtig sind, oder ob ich einfach aus Gewohnheit mit ihnen befreundet bin. Ich möchte Menschen neu kennenlernen, ohne etwas über sie zu wissen.
Es gab eine Zeit, in der habe ich sehr oberflächlich geurteilt. Menschen wurden danach beurteilt, wie sie sich  mit anderen verständigen, unterhalten und dabei auftreten. Daran habe ich dann festgestellt, ob ich sie mag. Jedoch bin ich nie zu ihnen gegangen und habe selbst mit ihnen ein Gespräch geführt. Somit konnte ich nicht einmal ansatzweise feststellen, wie es in ihnen aussieht. Wie sie privat sind. Vor allem möchte ich aber Menschen noch einmal kennenlernen, mit denen ich leider keinen Kontakt mehr habe. Mit denen ich früher sehr gut befreundet war. Dabei denke ich besonders an eine Person. Ich möchte sie nocheinmal kennenlernen. Mich wieder mit ihr unterhalten und ihre Meinung zu verschiedenen Dingen wissen. Wissen, ob es ihr gut geht. Sie war eine sehr lange Zeit eine gute Freundin. Jetzt nachdem wir uns seit über einem Jahr nicht gesehen haben und keinen Kontakt hatten, habe ich festgestellt, dass sie für mich nicht nur eine gute Freundin war. Sie war die beste Freundin, die ich jemals hatte. Ich habe mich immer gesträubt, eine beste Freundin zu haben. Ich mag diesen Begriff nicht. Meiner Meinung nach sollten einem alle Freunde gleich wichtig sein. Jetzt vermisse ich eine beste Freundin. Ich vermisse sie. Und ich vermisse die damalige Zeit. Unsere Unbeschwertheit. Alles. Ich habe gelernt, dass man für Freundschaften auch mal kämpfen muss. Und das es verdammt wichtig ist, diesen Kampf zu gewinnen. Den wahre Freundschaften sind das wert.
Es wäre so einfach, wieder Kontakt zu ihr herzustellen. Aber mein verdammter Stolz hindert mich daran. In meinem ganzen Leben ist es mir schon immer schwer gefallen, mich zu entschuldigen. Deshalb hadere ich auch schon seit Monaten, sie anzuschreiben. Vielleicht kann ich mich demnächst dazu überwinden über meinen Schatten zu springen und das die Geschichte zwischen uns neu beginnt. Ihr zu sagen, wie leid mir alles tut, dass ich sie vermisse. Vielleicht bin ich bald dazu in der Lage. Ich hoffe es!

Mittwoch, 27. Juli 2016

Freund, Partys, Enttäuschungen

Ich war nie ein Mensch, der oft feiern gegangen ist. Eher ein "Chiller". Jemand, der Samstagabend zuhause ist. Aus diesem Grund hatte ich auch immer weniger soziale Kontakte, als andere. Hatte immer einen beschränkten Freundeskreis. Kannte nie Menschen aus anderen Schulen oder aus Dörfern im Umfeld. Nur die Menschen von meiner Schule. War immer eher ein Einzelgänger. Und damit hatte ich nur selten ein Problem. Weil ich nur wenige Freunde, die aber perfekt waren. Als dann eine Freundschaft zerbrach (etwas, was ich bis heute bereue) merkte ich, wie sie fehlte. Eine Lücke hinterließ. Und das ich echt wenig Freunde hatte. Nach dem Abi ging es weiter. Man verlor sich schnell aus den Augen und wei schlißelich nicht mehr, über was man schreiben soll, sich unterhalten soll. Und der Kontakt wird immer weniger. Ich habe gemerkt, wie ich manche Personen echt vermisst hatte. Man schrieb sich ab und an. Es wurde ein Treffen verabredet. Ein Treffen, wekches mich echt froh gemacht hat. Und glücklich. An alte Zeiten erinnert hat. Mir gezeigt hat, wie wichtig mir diese Person als Freundin ist. Es gab ne kleine Unterhaltung über ne Party, die am Wochenende stattfindet. Ich hab gefragt, ob wir zusammen hingehen wollen. Sie geht auch mit anderen hin, aber würde mich mitnehmen. Wir könnten da ja zusammen rum laufen. Klang erstmal alles positiv. Bei mir kam Freude auf. Ich hab mich auf den Abend gefreut. Darauf gefreut, zusammen feiern zu gehen. Schon bei der Verabschiedung bekam meine Freude einen  Dämpfer. Sie muss die Personen erstmal fragen, ob sie einverstanden sind. Einverstanden damit, dass ich auch mitkomme. Verabschiedung.Ich trat meinen Heimweg an. Und die Zweifel kamen. Schon da hab ich mir gedacht, na klassewird eh nichts. Die anderen werden was dagegen haben. Und sie geht lieber mit ihnen feiern. Ist ja eigentlich schon beschlossene Sache. Vielleicht, weil sie mit denen immer mehr Kontakt hatte. Zweifel. Hoffnung. Mir kam der Gedanke, dass ich mit den anderen nie ein schlechtes Verhältnis hatte. Ja gut, wir waren niebeste oder gute Freunde. Eigentlich waren wir garkeine Freunde. Aber wie haben uns nie gehasst oder gestritten. Ich hab mir etwas Mut zugesprochen. Aber der Zweifel überwog. Im Grunde war das Urteil eh schon gefällt. Und ich musste nur noch auf die Verkündung warten. Und ich wartete. Am nächsten Tag habe ich nachgefragt. Stundenlang keine Antwort. Mir war elendig. Dann die Antwort. Keine richtige Antwort auf meine Frage. Eher eine Ausflucht. Als ob sie sich um die Antwort drücken wollte. Ich hab direkt nachgefragt, ob es nun eine Absage ist. Ein letzter winziger Rest mit Hoffnung. Ich war aufgeregt. Meine Ohren haben geglüht. Mir war schlecht. Eine Situation, die ich schon kannte. Wieder jemand, der sich nicht für mich entscheidet in dem Moment. Sondern für die anderen. Eigentlich müsste ich langsam damit klarkommen. Pustekuchen. Mir kamen wieder einmal Selbstzweifel. Und wieder warten. Warten auf eine Antwort. Stundenlang. Stunden, in denen man nur eine Antwort haben will. Damit man sich mit der Situation abfinden kann. Stunden, in denen man sich zurück erinnert. Vor fast einem Jahr. Die selbe Party. Dieselbe Frage. Und nein, sie würde nicht gehen. Paar Tage nach der Party postet sie dann Bilder und schreibt wie schön es war. Und man selbst wollte auch hin und war zuhause. Ich wusste damals nicht, wie ich ihr sagen kann, wie traurig mich das gemacht hat, wie sehr ich da von ihr enttäuscht war. Und wie gerne man diese Enttäuschung offen gezeigt hätte. Sich aber nicht traut. Aus Angst, einen Graben in die Freundschaft zu reißen. Also irgendwie eine lustige Antwort aus dem Hut zu zaubern. Sich nur nichts anmerken lassen. Man ist um Normalität bemüht. Man antwortet normal, als wäre nichts passiert, sitzt aber am Telefon und heult beim schreiben. Und kann an nichts anderes denken. Weder an dem restlichen Tag noch an dem kommenden. Die Gedanken kommen noch öfters in der Zukunft. Und beim nächsten Treffen ist die Sache "wieder vergessen". Doch tief in dir sitzen die Wunden. Wunden, die jederzeit wieder auftauchen und neu aufreißen können. EIn Teufelskreis.

Ergänzung: Und eines Tages wünsche ich mir richtig gute Freunde. Fast schon beste Freunde. Ich war nie ein mensch mit vielen Freunden. Teilweise habe ich andere glaub ich sogar dafür bewundert, wie viele Freunde sie haben. Ich wollte sein wie sie. War es aber nicht. Dann hatte ich echt gute Freunde gefunden. Für den Moment. für ein oder zwei jahre. Das wars. Mit keinem von ihnen habe ich noch Kontakt. Und diese vermisse ich auch nicht. Sie sind mir wirklich egal geworden. Ich denke nicht mehr an sie. Und dann, im lauf der Zeit, ungefähr in der 10-11 klasse habe ich echt tolle Menschen getroffen. Ich will nicht, dass sie auch nur Freunde für den Moment waren. Ich will, dass sie Freunde für immer bleiben. Ich will mit den Menschen Dinge erleben. Und das man in 40 Jahren noch zusammen sitzt und an alte Zeiten denkt. An die Schulzeit. An feiern und Partys. An Schöne Zeiten. Doch ich weiß leider nicht, ob die Personen das gleiche wollen. Ich habe angst davor, dass ich ihnen gleichgültig bin. Immer nur das fünfte Rad am wagen bin, und z.b. bei Partys fragen muss, ob ich mitkommen kann. Diejenige sein, die nie gefragt wird. Immer zurück stecken muss. Oft enttäuscht werden muss. Das will ich nicht sein, werde es aber nur schwer ändern können. Ich will richtige Freunde. Freunde, denen ich alles erzählen kann und die mich fragen, wie es mir wirklich geht. Freunde, die mich nicht im Stich lassen. Und Freunde, die sich für mich entscheiden, nicht für andere.